Textversion
Textversion

Kontakt Gästebuch über mich meine Sternwarte meine Teleskope meine Montierungen meine eigenbau Montierung mein Zubehör AGB/Impressum

Sonne

Die Sonne in unserem Sonnensystem ist der Energiespender allen irdischen Lebens. Unsere Sonne hat ein Alter von ca. 5 Milliarden Jahren. Ihre Energie speist sich aus der Kernfusion von Wasserstoff zu Helium.
Sterne - und damit auch unsere Sonne - entstehen aus interstellarem Gas (Staub), der sich unter dem Einfluss der Schwerkraft verdichtet und unter starker Hitzeentwicklung den Prozess der Sternenentwicklung durchläuft.
Unsere Sonne wird etwa noch 5 Milliarden Jahre "leben", bis sie zum "Roten Riesen" wird, der eine Ausdehnung des etwa 200-fachen der heutigen Sonne besitzen und damit die Erdbahn erreichen wird. Anschließend wird die Sonne als Weißer Zwerg enden. Beim Übergang vom Roten Riesen zum Weißen Zwerg sprengt der Rote Riese große Teile seiner äußeren Gashülle ab, die dann wiederum als Basis für die Entstehung neuer Sterne, also Sonnen dienen kann.
Das Lebensalter von Sternen ist sehr stark von der Masse des Gestirns abhängig. So würde eine Sonne mit der Hälfte der Masse unserer Sonne etwa 50 Milliarden Jahre "leben" - bei einem derzeitigen Alter des Alls von ca. 13,4 Milliarden Jahren. Eine Sonne mit der zwanzigfachen Masse unserer Sonne dagegen nur 10 Millionen Jahre - eine Zeit, die in kosmischen Dimensionen als sehr klein angesehen werden muss.

Der Prozess der Energieerzeugung in der Sonne - die Umwandlung von Wasserstoff in Helium - der über mehrere Zwischenprodukte sehr langsam abläuft, ist z. B. die Basis der Energiefreisetzung in einer Wasserstoffbombe - hier allerdings in Bruchteilen von Sekunden. Diese kontrollierte Wasserstofffusion konnte trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung bislang auf der Erde nicht erreicht werden.
Zurzeit besteht die Sonne in der Hauptsache aus ca. 90,965% Wasserstoff und ca. 8,889% Helium. Den Rest bilden geringe Mengen an Sauerstoff, Kohlenstoff, Neon, Stickstoff, Eisen oder auch Gold.
Die Temperatur im Inneren der Sonne von ca. 16 Mio. Grad reicht aber nur für die Erzeugung von Helium durch die Fusion aus Wasserstoff aus.
Bei der Fusion von Wasserstoff zu Helium entstehen u. a. Neutrinos, deren Wechselwirkung mit Materie aber so gering ist, dass von den ca. 70 Milliarden, die pro cm2 und Sekunde auf die Erdoberfläche auftreffen, nur einige wenige zu Reaktionen führen und damit nachweisbar sind. Der Rest geht zum größten Teil "ungehindert" durch die ganze Erde hindurch.
Aufgrund der Frauenhofer-Linien lässt sich beweisen, dass aber auch Elemente mit einer höheren Ordnungszahl vorhanden sind. So benötigt man z.B. zur Erzeugung von Eisen Temperaturen von mehreren Milliarden Grad. Dieser "scheinbare" Widerspruch lässt sich dadurch erklären, dass diese Substanzen in Roten Riesen, Supernovae oder zuzammenstoßenden Neutronensternen entstanden sind und von dort in die Weiten des Alls geschleudert wurden. Die Sonne und ihre Planeten entstanden bekanntlich aus interstellarem Gas- und Staubwolken - und damit konnten die erwähnten Elemente einschließlich des Golds in die Sonne und ihre Planeten kommen. Die Temperaturen zweier zusammen stoßender Neutronensterne erreicht z.B. den unvorstellbaren Wert von etwa 1 Billion Grad - auf diese Weise konnte auch Gold entstehen. Quelle: wikipedia.org



Daten der Sonne
Durchmesser 1.391.400 km
Masse 1,989 · 1030 kg, die Masse der Sonne umfasst damit ca. 99,8 % der Masse unseres gesamten Sonnensystems
Mittlere Dichte 1,41 g/cm3
Rotationsdauer auf einer Breite von 16°: 25 d 09 h und 07 m
Gravitationsbeschleunigung: rund 274 m/s2
Temperatur an der Oberfläche ca. 6.000° C, im Inneren rund 16 Mio.° C
Umlaufdauer um das Galaktische Zentrum ca. 250.000.000 Jahre

Die mittlere Entfernung der Sonne von der Erde beträgt eine Astronomische Einheit (AE) = 149.597.870 km, also rund 150 Mio. Kilometer.

Sonnenwind
Unter dem Sonnenwind versteht man den energiereichen Teilchenstrom, der von der Sonne in das All abgestrahlt wird. Im Wesentlichen besteht er aus Elektronen, Protonen und Alphateilchen, weiterhin befinden sich in ihm auch kleine Mengen aus Teilchen mit einer höheren Ordnungszahl. Auf der Erde tritt er u. a. in Wechselwirkung mit den Molekülen der Lufthülle auf. An den Polen ist er aufgrund der Form des Erdmagnetfeldes für das Entstehen der Polarlichter verantwortlich.

Sonnenflecken
Die Sonne besitzt ein Magnetfeld, das sich aufgrud der Eigenrotation der Sonne "verzwirbelt" und damit zu Sonnenflecken führt. Sonnenflecken sind Regionen höherer Sonnenaktivität, deren Wirkungen auf der Erde z.B. in Temperaturerhöhungen nachweisbar sind. Man vermutet, dass diese Sonnenaktivitäten z.B. mit für das sehr schnelle Verschwinden der Maya-Kultur am Ende des ersten Jahrtausends verantwortlich war.